Die Krieger- und Reservistenkameradschaft Unterdietfurt hat ihren Kriegerjahrtag begangen. Der Gedenktag begann mit der Begrüßung der Vereine und dem Einspielen durch die „ehemalige Kapelle Platzer“. Anschließend stellten sich die Teilnehmer zum Kirchenzug auf und zogen gemeinsam zur Pfarrkirche.
Dort wurde am Pfingstmontag ein feierlicher Gottesdienst gefeiert. Zu Beginn gedachten die Gläubigen der Verstorbenen und Vermissten sowie aller Opfer von Terror, Krieg und Gewalt. In das Gebet eingeschlossen wurden auch die trauernden Familien. Zugleich wurde die christliche Verantwortung betont, für Frieden, Versöhnung und Menschlichkeit einzustehen.
Pater Josef stellte in seiner Predigt den Heiligen Geist in den Mittelpunkt. Er erinnerte daran, dass Pfingsten als Fest der Sendung des Heiligen Geistes gilt. Dieser habe den Aposteln nach Angst und Unsicherheit neuen Mut, Kraft und Zuversicht gegeben, die Botschaft Jesu weiterzutragen.
Würdig umrahmt wurde der Gottesdienst vom Reservisten-Chor mit mehreren Liedbeiträgen. Während der Messe brannte auch die Trauerkerze, die beim 150-jährigen Gründungsfest der Krieger und Reservistenkameradschaft im Jahr 2025 geweiht worden war. Die Wandlung wurde von drei Kanonenschüssen begleitet.
Nach dem Gottesdienst zog die Gemeinschaft zum Kriegerdenkmal. Dort hielt KRK-Vorsitzender Franz Gräfinger die Gedenkrede. Er erinnerte daran, dass der Kriegerjahrtag kein Tag des Feierns sei, sondern ein Tag des Innehaltens, Erinnerns und Mahnens. Im Mittelpunkt stehe das Gedenken an die Opfer von Krieg, Gewalt und Zerstörung. Mit Blick auf den Zweiten Weltkrieg erinnerte Gräfinger an Millionen Menschen, die ihr Leben verloren hätten – Soldaten ebenso wie Zivilisten. Diese Vergangenheit dürfe niemals in Vergessenheit geraten, sondern bleibe Mahnung und Verantwortung zugleich.