. Im Rahmen der Brandschutzwochen fand in Unterdietfurt bei der Biogasanlage Wagenhofer eine groß angelegte B4-Übung statt. Das angenommene Szenario war ein Brandereignis mit mehreren vermissten Personen. Der Alarm für die beteiligten Feuerwehren wurde durch die Integrierte Leitstelle Passau ausgelöst.
Der Einsatzleiter gliederte das Einsatzszenario schnell in zwei Abschnitte - die Brandbekämpfung mit Personenrettung, sowie die Wasserversorgung. Im ländlichen Gebiet stellt eine ausreichende Wasserversorgung zur Brandbekämpfung die Einsatzkräfte oft vor eine größere logistische Herausforderung.
Unter möglichst realistischen Bedingungen stand vor allem die Menschenrettung im Mittelpunkt. Mehrere Atemschutztrupps mit jeweils zwei Geräteträgern gingen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das Gebäude vor. Dabei arbeiteten Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren eng zusammen. Ein weiterer Sicherungstrupp stand als bereit. Die Atemschutzüberwachung behielt mit Zeitmessung und eindeutiger Kennzeichnung jederzeit den Überblick darüber, welche Kräfte sich im Einsatz befanden und wie lange sie bereits unter Atemschutz arbeiteten. Im Notfall hätte dadurch unverzüglich ein Rettungstrupp nachgeschickt werden können.
Die an der Einsatzstelle in den Löschfahrzeugen mitgeführten Wasservorräte waren für den Atemschutzeinsatz vorgesehen. Für die eigentliche Brandbekämpfung wurde deshalb zusätzlich eine doppelte rund 300 Meter lange Schlauchleitung von einem Löschweiher zur Einsatzstelle aufgebaut. Hilfreich war dabei insbesondere der Gerätewagen Logistik der Feuerwehr Staudach mit 2000 Meter Schlauchmaterial. Aufgrund des Höhenunterschieds musste außerdem eine weitere Pumpe in die Förderstrecke eingebaut werden.
Die Wasserförderung aus dem Löschweiher wurde während der Übung überwacht und dokumentiert. Dabei wurde festgehalten, wie lange der vorhandene Wasservorrat für die Brandbekämpfung ausreicht. Sollte diese Versorgung im Ernstfall nicht genügen, könnte zusätzlich eine rund einen Kilometer lange Schlauchleitung von der Rott zur Einsatzstelle aufgebaut werden.
An der Übung waren zunächst die Feuerwehren Huldsessen, Unterdietfurt, Massing, Wolfsegg und Staudach beteiligt. Im weiteren Verlauf wurden zusätzlich die Wehren aus Mitterskirchen und Geratskirchen nachalarmiert.
Die Übungsleitung und die Übungsbeobachtung (KBI Andreas Maurer und KBM Jürgen Sommer) zeigte sich mit dem Ablauf zufrieden. Im Anschluss wurden auch kleinere Schwachstellen offen angesprochen, um die Zusammenarbeit und die Abläufe für einen möglichen Ernstfall weiter zu verbessern.
Der Eigentümer und Hausherr Daniel Wagenhofer bedankte sich bei den Teilnehmern der Übung und spendierte zum Abschluss noch eine ordentliche Brotzeit. (HK)